VW Passat – Bildquelle: Wikipedia / Creative Commons

VW Passat Probleme – Bekannte Mängel und ihre Lösungen an TSI, TDI, 4Motion, Alltrack & Co.

Ein gebrauchter VW Passat mit wenigen Kilometern ist selten zu haben. Daher sollte jeder, der sich für dieses VW-Modell interessiert, auf einige typische Mängel achten. Dies schließt natürlich sowohl die TSI als auch die TDI-Motoren mit ein.

Der VW Passat ist sogar der offizielle König der Kilometer unter den Gebrauchtwagen in Deutschland. In lediglich drei Jahren hat er durchschnittlich die gleiche Distanz zurückgelegt wie ein anderes Durchschnittsauto mit der doppelten Laufzeit 🙂

In diesem Ratgeber möchten wir bekannte und unbekannte Mängel beim VW Passat unter die Lupe nehmen und Passat Besitzer sowie Kaufinteressenten umfassend über diese informieren. Wenn möglich zeigen wir auch Lösungswege und Kosten zu den jeweiligen Fehlern samt Reparaturen an den TSI & TDI Modellen aller Baujahre auf.

Inhalte dieses Ratgebers: (Per Klick kommt ihr direkt zum jeweiligen Abschnitt):

Schnelles Wissen: Wusstest du, dass bei jedem Passat bei der Inspektion mehr als 150 Euro sparen kannst, wenn du das Motoröl und die Wischerblätter selbst zur freien Werkstatt oder zu VW mitbringst? Nach dieser Box zeigen wir dir das passende Öl und die Wischerblätter. Nun viel Spaß mit dem Ratgeber!

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Probleme bei den frühen Passat Modellen (B5 & B6)

VW Passat B5 – Bildquelle: Wikipedia / Creative Commons

Der beliebteste Motor auf dem Gebrauchtwagenmarkt, ob im Passat B6, B7 oder Passat B8, ist ein 2.0-Liter-Dieselmotor mit 140/150 PS, der gute Fahrleistungen mit niedrigem Kraftstoffverbrauch verbindet.

Wenn Sie es schneller mögen, können Sie auch eine Version mit 170 PS oder 177 PS wählen.

Der Einstiegsmotor war ein 1.9-Liter-Motor (später 1.6L) mit 105 PS.

Zuallererst – und dies sollte beim bevorstehenden Kauf berücksichtigt werden – hatte der frühe TDI-Motor schwerwiegende technische Probleme, beispielsweise mit Luftdrucksensoren, der Steuerkette oder den Zweimassenschwungrädern. Inzwischen sollten die meisten Probleme mit der Steuerkette bei den neueren Passat Modellen (z.B. beim B8) behoben sein.

Gerade beim B5 und B6 sollten Sie die TDI Motoren aber kritisch beäugen.

Die anfälligen Ölpumpenantriebe könnten bei einigen Modellen des Passat B5, Passat B6 dennoch problematisch sein. Informieren Sie sich hier beim Gebrauchtkauf immer über eventuelle Reparaturen oder lassen Sie die oben aufgezählten Bereiche beim B5, B6 und B7 genau überprüfen.

Die Diesel-Skandal Motoren beim VW Passat B7

VW Passat B7 – Bildquelle: Wikipedia / Creative Commons

Die mit einer Betrugssoftware ausgestatteten TDI-Motor-Varianten im Passat B7 (Typ 3C) mit der Nummer EA189, sind Motoren mit 1.6 Litern und Motoren mit 2.0 Litern.

Die Sanierungskampagne begann schon im Juni 2016. Allerdings erwähnte VW zunächst nur Optionen mit 110 PS, 136 PS und 140 PS.

Die Top TDI-Modelle mit 170 PS und 177 PS warten immer noch auf eine Nachbesserung. Wenn Sie also an einem VW Passat B7 oder Passat B6 mit Dieselmotor interessiert sind, sollten Sie auf den Nachweis dieser Softwareaktualisierung achten.

Andernfalls muss die Nachbesserung in einer autorisierten VW-Werkstatt durchgeführt werden. Ansonsten könnten “nicht nachgebesserte Fahrzeuge stillgelegt werden“, wie das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) kürzlich bekannt gab.

Das Automatikgetriebe am VW Passat – wo kommen Probleme auf?

Der Passat B7 hatte bei seinem Marktstart etwas Neues zu bieten. Denn hier stellte VW sein “Direktschalt-DSG-Getriebe” vor, das sogenannte Doppelkupplungsgetriebe, das seitdem in der gesamten Modellpalette verfügbar ist. Diese Automatik wechselt die Gänge am Passat ohne Zugkraftunterbrechung, erfordert jedoch auch einen gefühlvollen Gasfuß beim Manövrieren und Parken.

Wenn Sie die klassische Wandler-Automatik bevorzugen, sollten Sie einen Benzinmotor wie z.B. den 200 PS TSI wählen. In Berg- und Schneegebieten lohnt sich auch der Kauf eines Allradmodells (4 Motion). Diese Schubverbesserungstechnologie wird hauptsächlich mit stärkeren Motoren angewendet.

Wie gut sind die DSG Getriebe am Passat?

Das trockene DSG-7, auch bekannt als DQ200, war im Passat B7 in den ersten Jahren der Veröffentlichung überhaupt nicht zufriedenstellend.

Probleme gab es eine ganze Reihe: Nicht optimale Kupplungsschließalgorithmen führten zu einem raschen Verschleiß sowohl der Scheiben selbst als auch der Gabeln und Stangen. Das Steuergerät der Mechatronik fiel aus verschiedenen Gründen aus – von Überhitzung bis zu Fabrikationsfehlern.

Wenn Sie die Reparatur dieses Problems aufschieben, machen Metallspäne der Abnutzung der Gabeln dem gesamten mechanischen Teil beim DSG-Getriebe den Gar aus.

Das nasse DSG-6-Getriebe, auch als DQ250 bekannt, unterscheidet sich stark vom trockenen. Hauptsächlich durch die Tatsache, dass die Getriebe-Kupplung in der Ölwanne arbeitet. Es ist leicht zu erraten, dass das Öl hier unglaublich schnell durch Verschleißprodukte der Kupplung verunreinigt wird. Die meisten Probleme des DQ250 sind auf zu späte Ölwechsel zurückzuführen. Das Intervall sollte hier von den für das Automatik-Getriebe üblichen 60.000 km auf 45 Tkm oder noch weniger reduziert werden.

Der DSG Ölwechsel kostet bei VW ca. 500-600 Euro – sollte aber in jedem Fall vorgenommen werden. Auch bei anderen Modellen, wie dem Golf, dem Polo oder dem Tiguan! Er ist mindestens genau so wichtig wie ein regelmäßiger Ölwechsel am Passat.

Das hydromechanische Automatikgetriebe Aisin TF-60SN ist beim Passat B7 und Passat B8 mit 1.8 Liter Hubraum zu finden und sehr langlebig. Die Laufzeit liegt bis zu seiner Überholung, mit dem Austausch der GDT-Auskleidung, Verschraubungen und Dichtungen, bei etwa 150-180 Tkm.

Abschließend sind uns noch Probleme eines schwaches Differenzials bekannt, das vor allem beim Passat B5 am 1.8 TSI häufig aufkam.

Das manuelle Getriebe beim VW Passat

Die Haldex-Getriebe-Kupplung ist bei Allradversionen des 4Motion Passat zuverlässig genug, vorausgesetzt, das Öl wird alle 40.000 – 45.000km gewechselt. Generell sind keine größeren Probleme der Schaltgetriebe an den jüngeren Passat-Modellen (ab B5 aufwärts) bekannt. Falls Ihr Getriebe allzu früh schlapp macht, zeigt sich Volkswagen in der Regel sehr kulant, denn ein Tausch kommt mit Arbeitsstunden schnell auf 3000 Euro oder mehr.

VW Passat – Das Fahrwerk – Probleme mit der Qualität

Neben den problematischen Dieselmotoren beim Passat B7 stört viele Fahrer bei einigen VW Passat-Modellen das Fahrwerk, was bei Langstreckenfahrzeugen allerdings nicht ungewöhnlich ist.

Die Achsfederung zeigt beim ersten TÜV-Besuch oftmals schon Schwächen, als Folge müssen Federn und Dämpfer oft nach dem zweiten HU-Besuch ausgewechselt werden.

Die Achsen und Achsmanschetten sind beim Passat B5, Passat B6, Passat B7 und Passat B8 normalerweise keine Schwachstelle. Wenn Sie sicher fahren möchten, sollten Sie den gebrauchten Kandidaten dennoch immer vor dem Kauf auf der Hebebühne auf Probleme überprüfen.

Ist Korrosion / Rost ein Problem am VW Passat?

Schwerwiegende Korrosion tritt bei den neuen Passat B8 Modellen nur bei Unfall-Versionen auf.

Laut Statistik gibt es leichte Rost-Probleme beim Passat B5 und Passat B7 (am Schiebedach und an den Scheinwerferhalterungen, dazu vereinzelt auf den Bögen, Schwellern und bei Kombis ab und an auch auf dem Kofferraumdeckel). Überprüfen Sie dem Kauf speziell Schlösser, Türen, die Scheinwerfer, das Schiebedach und den Kofferraum, und das bitte gründlich!

Diese kann man jedoch nicht verallgemeinern bzw. von Serienfehlern sprechen. Sollten Sie betroffen sein, handeln Sie schnell – auch bei kleineren Roststellen!

Probleme an den Motoren und Turboladern der VW Passat Modelle

Passat B8 Motor – Bildquelle: Wikipedia / Creative Commons

Beim Passat, egal ob B7 oder B8, macht es keinen Sinn, atmosphärische Motoren mit Direkteinspritzung 1,6 FSI (115 PS BLF / BLP) und 2,0 FSI (150 PS, BLR / BVX / BVY) in Betracht zu ziehen.

Die Leistung ist vergleichsweise niedrig und es gibt genügend bekannte Probleme, nicht nur mit der Steuerkette. Zum einen schafft die Direkteinspritzung mit Hochdruckpumpe, die launisch und unbeständig bei niedrigen Temperaturen ist – ideale Voraussetzungen für das Verkoken von Kolbenringen. Darüber hinaus hat beim Passat 1.6 die Steuerkette die Fähigkeit, sich schon bei 100.000 zu dehnen. Dann muss ein Tausch her – und das kostet schnell einmal 1000 Euro oder mehr!

Der 1.4 TSI (122 PS, CAXA) verbaut im Passat B8 und Passat B7, ist ein sehr rauer und problematischer EA111-Motor. Die Steuerkette ist (wie beim Golf 6) dünn und anfällig für frühzeitiges Dehnen wie beim 1.6 FSI. Die Kolben neigen zur Ölstreuung, die Turbine und das Aufladesystem halten laut vielen Fahrern nur mit Glück bis 150 Tkm.

Beim Passat B7 und Passat B8 bilden der 1.8 TSI (152 PS CDAB / CGYA und 160 PS BZB / CDAA) und 2.0 TSI (200 PS, AXX / BPY / BWA / CAWB / CBFA / CCTA / CCZA) die EA888-Passat-Familie, in der es reichlich Probleme gibt. Ähnlich wie bei den früheren Golf 7 GTI Modellen aus dem Jahr 2013 verabschieden sich die frühen Revisionen der Turbolader oftmals schon nach 50000 Kilometern oder früher. Hier ist VW aber in der Regel kulant und ersetzt diese zum größten Teil auf eigene Rechnung.

Vor dem Hintergrund des 1.4 TSI gibt es zwar etwas weniger Probleme, aber die Hauptlieferanten der Probleme sind dieselben: Antriebsöl, Kolben, ein schwacher Zahnriemen und wieder die Steuerkette. Die Serie wurde erst 2013 ins Leben gerufen, so dass der Passat B6 und der Passat B5 davon nicht betroffen sind.

Unabhängig von der Art des Antriebssystems hatten alle 2.0 TDI-Motoren, nicht nur beim Passat B8, ein charakteristisches Problem mit dem Verschleiß des sogenannten Sechskant-Ölpumpenantriebs, der zu Ölmangel und Überholung führte.

Generell sind die neueren TSI und TDI Motoren im B8 allerdings sehr zuverlässig, da die Steuerkette bei vielen Modellen wieder durch einen Zahnriemen ersetzt wurde. Auch die stärkeren 2.0 TSI Motoren und der neue 240 PS BiTDI begeistern die Fahrer!

Sonstige Probleme am VW Passat: Scheinwerfer, Federung, Lenkung, Schiebedach, Navi & Bremsen

Hier möchten wir kategorisch vorgehen:

  • Scheinwerfer & Xenon: Gerade die Xenon Modelle neigen aufgrund der Coming und Leaving Home Funktion schnell zu Defekten (vorwiegend im Winter, wenn sie nur kurz beim Entriegeln und Schließen des Passat angehen). Vereinzelt klagen die Fahrer (vor allem beim Passat B6) auch über beschlagene bzw. milchige Scheinwerfer.
  • Federung & Lenkung: Mit der Federung ist am Passat ein Minimum an Problemen und Wartung verbunden. Bis zu den ersten 100.000 wird nur selten der Stabilisator samt der vorderen Stoßdämpfer gewechselt. Nach 100 Tkm ist manchmal eines der vorderen Radlager an der Reihe. Nach den Standards der Businessclass sind die Komponenten am Passat allerdings kostengünstig und die Komplexität der Arbeiten moderat.
  • Schiebedach: Auch wenn man in Foren viele einzelne Nutzer findet, die sich über ein Quietschen beschweren, sind uns keine gröberen Fehler am Schiebedach des Passat bekannt. Vereinzelt sollten Sie (siehe oben) nach Rost an den Rändern Ausschau halten.
  • Navigationssystem: Die älteren Navigationssysteme im Passat B7 aktualisieren sich stellenweise nur sehr schwer – hier sollte man manuell vorgehen und per SD Karte das Navi aktualisieren.
  • Bremsen: Bremsen sind am Passat, wie an jedem anderen Fahrzeug auch, Verschleißteile. Weder am B6, B7 oder B8 gab es größere Komplikationen mit den Bremsanlagen, auch wenn sich teilweise viele Fahrer über schnell auftretende Riefen in den Bremsscheiben beschweren. Dennoch kann man auch hier nicht von einem größeren Problem sprechen.

Fazit zu den bekannten Problemen des VW Passat

Der Passat hat sich über die Jahre hinweg immer mehr zum absoluten Branchenprimus im Mittelklasse-Segment gemausert. Trotz einiger Probleme sind die TSI und TDI Motoren mittlerweile sehr zuverlässig und auch die Ausstattungslinien und Assistenzsysteme machen sogar der Oberklasse im A4, der C Klasse oder dem 3er BMW Konkurrenz.

Großes Manko am Passat: Der Preis. Als Neuwagen ist der Passat im Vergleich zum Octavia einfach viel zu teuer. Dennoch sollten Sie Ausschau nach jungen Gebrauchten mit vielen Kilometern halten, denn hier ist oftmals ein echtes Schnäppchen möglich.

Abschließend raten wir noch dazu, bei jeder Inspektion am Passat das Motoröl und die Wischerblätter selbst zum VW Händler oder der freien Werkstatt anzuliefern – so sparen Sie jedes Mal ca. 150 Euro und auch die Garantie bleibt erhalten 🙂

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Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungsberichte zu den Problemen am Passat und deren Lösungen in den Kommentaren!

Falls euch dieser Ratgeber gefallen hat, freuen wir uns über eine Bewertung 😉

Bildquellen: Wikipedia / Creative Commons / Pixabay / Privat
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